Aktuelles

Guten Abend allseits,

 

wahrscheinlich wissen es schon alle: das Rathaus ist gerettet!

 

Details werden morgen in der Presse zu lesen sein.

 

 

Ein tolles Ergebnis für Siegburg!

Liebe Mitbürgerinnen und  Mitbürger, bitte stimmen Sie mit Ja für den Erhalt unseres Rathauses!

Bitte gehen Sie unbedingt zur Abstimmung! Um unser Rathaus zu retten, brauchen wir die Mehrheit der gültigen Stimmen, die  aber zugleich  mindestens 20% der Anzahl der  Bürger betragen muss!

 

2010 haben die Siegburger  gegen ECE und für den Erhalt des Rathauses gestimmt und damit eine wunderbare Weiterentwicklung unserer Stadt eingeleitet.  Jetzt geht es erneut um  das Schicksal unseres Rathauses.

 

 

 

Keine Privatperson würde so mit ihrem Erbe umgehen!

 

„Eine moderne Stadt braucht ein modernes Rathaus“ lautet eines der Schlagwörter der Neubau-Befürworter.  Dies mag richtig sein, aber wir sind nicht New York oder Shanghai.  Siegburg hat  eine fast 1000-jährige Geschichte und wir sind stolz auf  unsere zahlreichen Baudenkmäler vom Mittelalter bis heute. Dazu gehört auch unser Rathaus, das in der entbehrungsreichen Nachkriegsepoche  von unseren Eltern und Großeltern erarbeitet und  mit ihren Steuerzahlungen  finanziert worden ist.  Schon deswegen verbietet es sich, das Rathaus nach erst 50 Jahren sozusagen wegzuwerfen.

 

 

 

0815 anstatt Rathaus?

 

Unser Rathaus, das von dem renommierten Architekten Peter Busmann gebaut worden ist (u.a. Philharmonie und Museum Ludwig in Köln) ist ein Denkmal seiner Zeit, weg von dem monumentalen, den Geist der Obrigkeit ausdrückenden Baustil früherer Jahrzehnte  hin zu einem neuen Stil demokratischer Offenheit und Bescheidenheit.

 

 

 

Der Lübecker Architekt Klaus-H. Petersen, der über rund vier Jahre im Auftrag der Stadt die Rathausfrage einschließlich der Alternativen  untersucht hat, hat sich nachdrücklich für dessen Erhalt ausgesprochen. Sein Fazit:

 

 

 

Dieses Rathaus gehört unter Denkmalschutz!

 

 

 

Im Falle eines Neubaus bekämen wir anstatt eines Rathauses ein mehr oder weniger „gesichtsloses“ Bürogebäude, wie es heute 100-fach erstellt wird, vor allem ohne die im jetzigen Rathaus vorhandenen  großzügigen Empfangsbereiche im Erdgeschoss und allen Obergeschossen.

 

 

 

Unzulängliche Parkmöglichkeiten

 

Wer heute zum  Rathaus mit dem PKW fahren will oder muss, z.B.  ein Gehbehinderter, findet auf dem Allianzparkplatz rund  90 Parkmöglichkeiten. Im Falle eines Rathausneubaus werden an dieser Stelle nur dürftige 15 neue Parkplätze entstehen. Eigentlich müssten bei  Errichtung eines Bürogebäudes von z.B. 6000 m² Bürofläche  sogar  mehr   Stellplätze geschaffen werden, als sie jetzt dort vorhanden sind!

 

 

 

Die offene Kostenfrage

 

Der Architekt Petersen hat im Laufe der Planungsphase auch die Kosten aller Alternativen mehrfach überarbeitet. Die Rathaussanierung war stets die kostengünstigste  Lösung. Erst kurz vor Schluss des Entwicklungsprozesses hat die Stadt die Kosten von einer Immobilienberaterfirma   namens Arcadis GmbH   erneut  rechnen lassen, wobei nicht erkennbar ist, warum eine Immobilienfirma eine besondere Kompetenz in der Ermittlung von Baukosten haben soll. Das Ergebnis:   die  Rathaussanierung soll nun fast so teuer wie ein Neubau sein oder sogar „wirtschaftlich ungünstiger“. Der Kommentar von Herrn Petersen: Einiges habe ich da nicht verstanden!

 

 

 

So wird es auch manchem Leser des Abstimmungsheftes gehen, wenn er sich ein Bild über die voraussichtlichen Kosten machen will. Der wichtigste  Satz dazu findet sich auf Seite 4. Er  besagt, dass alle relevanten Kostenparameter  erst im Rahmen des weiteren Planungsprozesses endgültig beziffert werden können. Also: alles ist offen.

 

 

 

Entscheidungshilfe

 

Wenn die Kostenfrage  also offen ist, spricht auch dieser Gesichtspunkt für den Erhalt des Rathauses. Denn dies ist die  Lösung  mit dem geringsten Risiko, weil beim jetzigen Rathaus die Gründung und der Rohbau vorhanden sind und erhalten bleiben. Ferner muss bei einem Neubau auf dem Allianz-Parkplatz mit Funden aus dem Mittelalter gerechnet werden.  Wie aus vergleichbaren Fällen in Köln  bekannt, werden in diesem Fall die Bauarbeiten unterbrochen, während die Fixkosten der Baufirmen weiter laufen und natürlich bezahlt werden müssen.

 

 

 

Unsere Schulden

 

Leider müssen wir Siegburger auch im Auge behalten, dass  Siegburg mit mehr als 10.000 Euro pro Einwohner die Stadt mit der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung in NRW ist. Deswegen sollte ein  bescheidenes Auftreten zur selbstverständlichen Maxime unserer Politiker gehören und dazu passt nur die Rathaussanierung.

 

 

Renovierung des Siegburger Rathauses oder Neubau?

Der für die Rathausfrage zunächst zuständige  Ausschuss des Siegburger Stadtrats ist damit befasst, die Vor- und Nachteile eines Erhalts des jetzigen Rathauses einerseits und eines Neubaus andererseits auszuloten. Es ist zu begrüßen, dass er sich dazu sachverständigen Rats bedient, der Findungsprozess transparent abläuft und interessierte Bürger ihre Meinungen und Ideen zu dem Thema einbringen können ... weiterlesen

 

Leserbrief aus GA Bonn und Rhein-Sieg-Anzeiger von Hermann Morgenstern (Juni 2016)

 

Siegburg im Aufwind

Rund sechs Jahre sind seit dem Tag vergangen, an welchem sich die Siegburger in einem Bürgerentscheid mit einer Mehrheit von 67% gegen ein ECE-Einkaufscenter und zugleich für den Erhalt ihres Rathauses aus den 60er Jahren entschieden haben.

Die EInkaufsstadt mit Herz und Flair

Mit dem Bürgerentscheid sind vielfältige Kräfte und private Initiativen freigesetzt worden, die Siegburg noch schöner und attraktiver haben werden lassen. In der Innenstadt sind drei neue Geschäftshäuser, und zwar in der Bahnhofstraße, am oberen Markt und in der Grimmelsgasse im Anschluss an das Kaufhofgebäude entstanden. An Geschäften hinzugekommen sind H&M, Tom Taylor, Depot, MarcO´Polo, ein Kaiser´s Lebensmittelmarkt, Fielmann, Liebeskind, eine anspruchsvolle Buchhandlung in der Holzgasse, ein Biomarkt in der Griegasse und andere. Peek & Cloppenburg hat sich ein Filetgrundstück in der Fußgängerzone für einen Neubau gesichert.

Mediteranes Genießen rund um den Marktplatz

Insgesamt ist Siegburg als mittelstädtisches Einzelhandelszentrum mit Kaufhof, C&A und allein rund 30 Modeshops bestens aufgestellt. Der Marktplatz, das Herzstück der Stadt, hat sich mit seinen Restaurants und Cafés einschließlich einer prachtvollen Außengastronomie zu einem Anziehungspunkt weit über Siegburg hinaus entwickelt. Dieser Platz, auf dem vormittags Obst-, Gemüse-, Brot und Lebensmittelstände ihre Waren anbieten und an Sommernachmittagen und –abenden häufig Musik-veranstaltungen stattfinden, würde mit seinem heiteren Flair jeder italienischen Piazza Ehre machen.

Ein liebenswertes Juwel lädt zum Auftanken ein

Mit der in den letzten zwei Jahren restaurierten Pfarrkirche St. Servatius im Zentrum, dem Michaelsberg mit dem Abteigebäude, das derzeit für das Katholische Soziale Institut umgebaut wird und einen Anbau erhält, sowie großen Grünflächen ebenfalls unmittelbar im Anschluss an die City, ist die Stadt Siegburg ein wahres Juwel.                                                                            (Hermann Morgenstern)

Aus dem Newsletter der Stiftung Mitarbeit

Innenstadtentwicklung Siegburg: Bürgerentscheid und Runder Tisch – Einschätzungen aus Sicht einer Bürgerinitiative

von Walter Bitter

Einschätzung aus Sicht einer Bürgerinitiatve
nwbb_beitrag_bitter_130708.pdf
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