Pläne für die ECE-Galeria
Pressemeldung ECE: Drei Aquarelle und viel heiße Luft
ECE hat erste Außenansichten des geplanten Einkaufscenters gezeigt. Auch wir bestreiten keineswegs, dass ein solches Center in Glas, Marmor und Stahl – je nach Geschmack – eine schön-elegante
Atmosphäre und ein Einkaufserlebnis vermitteln kann.
Dies ist jedoch gar nicht der Punkt, um den es in Siegburg geht. Die Kernfrage ist doch, welche Auswirkungen 20.000 m² zusätzliche Geschäftsfläche, also eine künstliche Aufpfropfung von 50% (!)
auf die vorhandenen Laden- und Gastronomieflächen für unsere Stadt hat.
ECE stellt erste Entwürfe für das neue Marktquartier in Siegburg vor
Haus zum Winter
Liebe Mitbürger,
Die Mehrheit im Siegburger Stadtrat will im Herzen unserer Stadt eine ECE-Einkaufsgalerie mit 16000 qm Verkaufsfläche zzgl. ca. 4000 qm für Gastromomie ansiedeln.
Dies bedeutet, dass zukünftig nicht mehr unser schöner, traditionsreicher Marktplatz und die angrenzenden Geschäftsstraßen der Mittelpunkt des geschäftlichen und gesellschaftlichen Lebens sein
werden, sondern ein in sich geschlossener, auch mit Restaurants und Cafés ausgestatteter Konsumtempel aus Marmor, Glas und Stahl.
Wir lehnen dieses Konzept strikt ab!
- Eine Einkaufsgalerie dieser Größenordnung passt nicht in das historisch gewachsene Stadtbild.
- Siegburg verfügt schon jetzt über ein Überangebot an Ladenlokalen und mehr als 30 Läden stehen in der Fußgängerzone bereits leer.
- Die Ansiedlung der ECE-Einkaufsgalerie führt zu einem künstlich geschaffenen Verdrängungswettbewerb und damit zu einer dramatischen Erhöhung des Leerstands.
- Damit verliert Siegburg das, was seine Stärke als mittelalterlich geprägte Stadt ausmacht und viele Kunden anlockt.
Was wir in Siegburg dringend brauchen!
Wir wollen stattdessen, dass Siegburg das Flair einer hübschen, liebenswerten Kleinstadt mit einem guten Angebot von Kaufhäusern, kleineren Geschäften, Cafés und Restaurants behält.
Deswegen wollen wir Alternativen zu dem Großprojekt entwickeln, wobei die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes und von ein oder zwei größeren Bekleidungsgeschäften wünschenswert wäre. Insoweit gibt es dezentrale Ansatzpunkte, um die sich die Stadt intensiv bemühen sollte. Keinesfalls ist es gerechtfertigt, unter diesem Gesichtspunkt Siegburg ein gigantisches, weit über den Bedarf hinausschießendes Großkaufhaus aufzupfropfen.
Bürgerinitiative Siegburg
