Fr
27
Aug
2010
Anforderungsprofil der Stadt zu Shopping-Center schon heute Makulatur?
Leserbrief
ECE sagt: Das „Bartmännchen“ muß abgerissen werden. Gegner sagen: Geht nicht, steht doch unter Denkmalschutz. CDU-Fraktionschef Becker sagt: Das Bartmännchen steht nicht unter Denkmalschutz. Er
sagt jedoch nicht, dass das Bartmännchen als Bestandteil eines städtischen Konzeptes zum Erhalt innerhalb eines Centers festgeschrieben ist. Was stimmt jetzt?
Die Stadt hat sich im Januar 2010 auf ein Anforderungsprofil zu einem Shopping-Center festgelegt. Darin heißt es u. a. zum Bartmännchen:
· Einbindung externer Nutzungen – „Bartmännchen“
- Einbeziehung in Gesamtkonzept als „Highlight“
- Keine „Einhausung“, aber durchaus Überdachung angrenzender Flächen
- zielgerichtete Erschließung auch über Zugang Marktpassage
- angemessene Nutzung z. B. durch Gastronomie mit Außengastronomie
- Berücksichtigung von Stadtmauer und –graben als Baudenkmal
· Denkmalpflege – Bodendenkmal
- der Bereich, der ehemals durch die Stadtmauer umgeben war („intra muros“), steht unter Bodendenkmalschutz
· Denkmalpflege – Baudenkmalpflege
- Erhaltung der denkmalrelevanten Aspekte des (nicht formal als Denkmal eingetragenen) Schutzbereiches „Innenstadt“
Erhalt der ursprünglichen Stadtstruktur – Stadtmauerverlauf und Straßennetz (Sebastiansgasse, Orestiadastraße, Nogenter Platz, Selcukstraße, Elisabethstraße, Guardastraße, Burggasse)
- Besondere Beachtung des Bereichs Burggasse 5 (Bartmännchen) und der angrenzenden Stadtmauer.
Ergebnis: Das Bartmännchen müsste innerhalb eines ECE-Centers erhalten bleiben! Die Straßenstruktur innerhalb des Centers muß erhalten bleiben!
Was schließen wir daraus, wenn selbst CDU-Fraktionschef Becker heute schon nicht mehr zu dem steht, was beschlossen wurde? Der ECE-Center-Grundriss eine Bebauung der vorhandenen Straßenstruktur
vorsieht?
Das städtische Anforderungsprofil zu einem Shopping-Center ist heute schon Makulatur. ECE setzt sich mit seinen Vorstellungen unter der Prämisse der „Wirtschaftlichkeit“ über alles hinweg. Die
Stadt, CDU und ECE sind schon heute unglaubwürdig. Man kann ihnen nicht über den Weg trauen, egal, was sie sagen. Müssen wir Siegburger Bürger uns das alles gefallen lassen? Architekt Krenz,
Hameln hatte schon im Jahr 2005 recht. Was er zur Glaubwürdigkeit der lokalen Politiker und ECE sagte, trifft vollkommen auch im Jahr 2010 auf Siegburg zu.
Karl-Heinz Deimann, Siegburg
Di
11
Mai
2010
5688 Unterschriften gegen Rathaus-Abriss
5688 Unterschriften gegen den Rathaus-Abriss hat die Bürgerinitiative Franz Huhn am Montag überreicht. Nun muss der Antrag auf ein Bürgerbegehren geprüft werden.
Di
04
Mai
2010
Dichtung und Wahrheit - 10 Argumente der ECE und warum Stadtpolitiker sie glauben
von str - Göttinger Briefe
Das, was ECE zu bieten hat, hat vor allem viel mit wirtschaftlicher Professionalität als Großunternehmer zu tun. ECE weiß mehr als Bescheid, wenn es darum geht, ein professionelles Marketing zu betreiben. Doch was es da betreibt, heißt einzig und allein, wie bleibe ich selbst stark und autark. Was jedoch den deutschen Einzelhandel betrifft: welches Interesse sollte ECE für diesen wohl hegen? Freie Marktwirtschaft hat bekanntlich wenig mit Nächstenliebe, Ehrlichkeit und Wahrheit und viel mit Geschäftssinn und Profit zu tun. Und in letzterem ist ECE wirklich ein Profi ohnegleichen. Es versteht sein großes Geschäft und wer gut aufpasst, kann viel lernen:
Mi
28
Apr
2010
Soll der Rathausverkauf vorgezogen werden?
Wir freuen uns sehr, dass unsere Mitgliederzahl durch weitere Beitritte auch in der gestrigen Startversammlung für den Erhalt des Rathauses auf 687 gestiegen ist, was ein Zuwachs von
164 Bürgerinnen und Bürger in eine Woche bedeutet.
Jetzt werden wir alles in unseren Kräften Stehende tun, um die notwendigen 2.500 Unterschriften in kürzester Zeit zu bekommen. Denn es ist nicht auszuschließen, dass der Bürgermeister versuchen
könnte, den Verkauf des Rathauses mit Hilfe der CDU-Mehrheit im Stadtrat vorzuziehen und damit das Bürgerbegehren ins Leere laufen zu lassen. Der Bürgermeister hat eine von uns erbetene
Bestätigung, dass wir Zeit für unser Bürgerbegehren bis Ende Mai/Anfang Juni haben, mit der durchsichtigen Begründung verweigert, er sei nicht zuständig. Und die erst für Juni geplante nächste
Sitzung des Stadtrats soll auf den 20. Mai vorgezogen werden. Darüber sind wir in höchstem Maße alarmiert!
Es kommt hinzu, dass der Bürgermeister versucht hat, den Start des Bürgerbegehrens zu verzögern. Wir hatten ihn gebeten, innerhalb von fünf Tagen drei Fragen zu beantworten, die wir für die
Begründung des Bürgerbegehrens benötigten. Es ging dabei u.a. um so einfach festzustellende Fakten wie die Nutzfläche des Rathauses und die jährlichen Kosten der Gebäudeunterhaltung. Dazu ließ er
uns durch ein Anwaltsbüro mitteilen, die Stadt benötige für die Prüfung mindestens zwei Wochen.
Mit dieser Verweigerungshaltung verstößt der Bürgermeister gegen die in der Gemeindeordnung normierte Verpflichtung, der Bürgerinitiative im Rahmen der Verwaltungskraft seiner Behörde
behilflich zu sein.
Hartmut Bergold Walter Bitter Monika Helm Hermann Morgenstern
So
25
Apr
2010
Bürgerbegehren für den Erhalt des Rathauses in Vorbereitung!
Die Bürgerinitiative Siegburg 2010 verzeichnet weiterhin einen ungebremsten Zustrom an Mitstreitern. Aus den 95 bei der Gründung am 16. März sind es inzwischen mehr als 500 geworden! Wir
danken ihnen allen auch auf diesem Wege! Der Anteil der Vermieter von Ladenlokalen beträgt nur 6%. Die Versuche des Bürgermeisters, der Initiative den Stempel einer Interessenvertretung von
Ladeneigentümern aufzudrücken, hat sich damit als voreilige Fehleinschätzung erwiesen.
Zunächst ist klarzustellen: Die Bürgerinitiative setzt sich weiterhin vor allem für eine maßvolle Weiterentwicklung der City anstelle eines völlig überdimensionierten Einkaufstempels
von 16.000 m² ein und arbeitet an entsprechenden Lösungen, die wir dem Bürgermeister und natürlich auch den Bürgern in nächster Zeit vorstellen werden. Auch rechtliche Schritte behalten wir uns
insoweit vor, müssen aber aus Rechtsgründen das Bebauungsplanverfahren abwarten, das bei der Stadt in Vorbereitung ist.
Unabhängig davon und – im Interesse einer baldigen Klärung schon jetzt – wollen wir in jedem Fall auch den Abbruch des Rathauses verhindern. Dieses Rathaus ist nach den Plänen des
bedeutenden zeitgenössischen Architekten Prof. Peter Busmann in Arbeitsgemeinschaft mit Paul Schwarze gebaut und 1967 fertiggestellt worden. Prof. Busmann ist Träger zahlreicher
Architekturpreise und hat u.a. die Kölner Philharmonie gebaut. Unser Rathaus ist mit seiner zweckorientierten Gestaltung typisch für die Architektur der 60er Jahre und damit auf seine Art Teil
der stadtbildprägenden Architekturvielfalt Siegburgs. Auch hat das Rathaus mit 43 Jahren seine technische Mindestlebensdauer noch längst nicht erreicht. Und es erfüllt vor allem in dieser
zentralen Lage nahe dem Marktplatz nach wie vor bestmöglich seinen Zweck als Anlaufstelle für die Bürger. Wir wollen verhindern, dass wir Siegburger demnächst in die entfernteren Bereiche der
Frankfurter Straße pilgern müssen, wenn wir die Verwaltung brauchen.
Deswegen werden wir jetzt zunächst ein Bürgerbegehren starten, das auf den Erhalt des Rathauses gerichtet ist. Die Startveranstaltung findet am Montag, den 26. April 2010, 19 Uhr im Hotel
Kranz, Mühlenstraße, statt. Eingeladen sind alle, die sich zur Unterstützung der Bürgerinitiative angemeldet haben und alle sonstigen Interessierte!
Zur rechtswirksamen Formulierung des Fragebogens brauchen wir noch einige wenige Angaben des Bürgermeisters. Da es sich um leicht zu beantwortende Punkte handelt wie beispielsweise die Nutzfläche
des Rathauses erwarten wir die Antwort im Laufe dieser Woche. Wir brauchen dann zunächst rund 2.600 Unterschriften. Sie werden dem Bürgermeister übergeben. Der Stadtrat setzt daraufhin
einen Termin für die Abstimmung wie bei einer Wahl fest. In dieser Abstimmung müssen die Mehrheit, mindestens aber 20% der Siegburger für den Erhalt des Rathauses stimmen.
Wir hoffen auf eine breite Unterstützung!
Bürgerinitiative Siegburg
